Gastbeitrag von Karin Reinhard
Am Sonntag wurden in vielen Gemeinden - so auch in Borsch - die Sternsinger in den Gottesdiensten ausgesendet. Pünktlich beim Glockenschlag um 10 Uhr setzte sich der Zug mit den 50 Borscher Sternsingern in Bewegung und zog vom Pfarrhof in die Kirche ein.
Pfarrer Ulrich Piesche begrüßte die überaus große Festgemeinde und dankte den Sternsingern bereits im Voraus für ihren wichtigen Dienst.
Wenn die Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, bringen sie nicht nur den Segen für das neue Jahr, sondern werden auch zur Stimme für Millionen Gleichaltrige in der Welt.
Mit den gesammelten Spenden unterstützen sie Projekte, die darauf aufmerksam machen, dass weltweit noch immer jedes zehnte Kind arbeiten muss, anstatt zur Schule gehen zu können.
In seiner Predigt spannte Pfarrer Ulrich Piesche den Bogen vom Evangelium nach Johannes 1,1–18 bis in die heutige Zeit: „Im Anfang war das Wort ... und das Wort war Gott.“
Gott war von Anfang an da. Durch ihn ist alles entstanden: Licht und Dunkelheit, Himmel und Erde, Pflanzen, Tiere und natürlich auch wir Menschen. Gott ist Mensch geworden, als Kind in der Krippe – Er ist mitten unter uns.
Er kam auf die Welt und auch schon damals, nicht nur heute, wollten viele nichts von ihm wissen. Wie sehr sich doch die Zeiten gleichen.
Was macht wohl einen guten Christen aus? Nicht das perfekte Gebet, vielmehr die alltäglichen Dinge im Leben: Fairness, Nächstenliebe, Hilfe, die Suche nach Frieden und auch das Zeichen, dass wir andere nicht allein lassen.
Und da sind wir wieder bei den Sternsingern. Sie ziehen von Haus zu Haus und bringen eine starke Botschaft: „Gott ist da, Gott vergisst keinen Menschen. Gottes Liebe gilt allen – besonders jenen, denen es nicht so gut geht.“
„Mit dem Stern über euch zeigt ihr: Wir folgen einem Licht. Eure Lieder signalisieren: Der Glaube ist etwas, das man teilen kann. Und mit dem Segen an den Türen macht ihr deutlich: Gott möchte in jedes Haus, in jedes Leben kommen. Wir dürfen Gott vertrauen. Er lässt uns nicht allein. Er gibt uns Mut und Kraft. Senden wir alle Licht, Hoffnung und ein Stück von Gottes Liebe in diese Welt!“
Nach seiner Predigt segnete Pfarrer Piesche die 50 Sternsinger sowie Wasser, Weihrauch, Kreide, Aufkleber und die Sternsinger-Armbänder.
Wissenswertes: Was bedeuten die Zahlen, Buchstaben und Zeichen?
Die Aufschrift 20 * C + M + B + 26 ist weit mehr als eine Jahreszahl.
- * Der Stern steht für den Stern von Bethlehem, dem die Heiligen Drei Könige vor ca. 2000 Jahren gefolgt sind.
- Die Buchstaben C, M und B sind eine lateinische Abkürzung für: „Christus Mansionem Benedicat“, was übersetzt bedeutet: „Christus segne dieses Haus“.
- Die Kreuze (†) stehen für den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
- Die Zahlen (20...26) bilden das aktuelle Jahr ab.




